Mediengestalterin Digital & Print Muster
Lebenslauf-Beispiel für Mediengestalterin Digital & Print, Abschnitt für Abschnitt: die Formulierungen und was Sie anpassen sollten.
Bewerbungen von Mediengestalterinnen sehen einander sehr ähnlich, weil fast alle dasselbe aufzählen: Adobe Creative Cloud, Corporate Design, Druckvorstufe, Social Media. Diese Liste beschreibt das Werkzeug, nicht die Arbeit, und sie unterscheidet Sie von niemandem.
Was auf dem Papier tatsächlich zählt, ist der Nachweis von Verantwortung im Produktionsprozess. Wer eine Reinzeichnung freigegeben hat, wer mit der Druckerei gesprochen hat, wer einen Styleguide durchgesetzt hat, wenn das Marketing etwas anderes wollte. Das sind die Punkte, über die im Vorstellungsgespräch geredet wird.
Das folgende Muster ist so aufgebaut. Jede Station nennt das Format, den Umfang und das Ergebnis, statt nur die Software, in der es entstanden ist.
Warum ist dieser Lebenslauf erfolgreich?
- Ergebnisorientierte Metriken: Anstelle von Stellenbeschreibungen werden konkrete Zahlen wie „Umsatz um 15 % gesteigert“ verwendet, um sofort die Aufmerksamkeit der Personalabteilung zu erregen.
- ATS-freundliche Struktur: Anstelle komplexer Grafiken wird ein klares Design verwendet, das ATS-Bots leicht lesen können.
- Starke Aktionsverben: Anstelle schwacher Wörter wie „gemacht“ oder „gearbeitet“ werden starke Verben wie „geleitet“, „entwickelt“ und „optimiert“ verwendet.
- Prägnante Profilzusammenfassung: Anstelle eines allgemeinen Karriereziels hebt eine professionelle Zusammenfassung den Wert hervor, den der Kandidat der Organisation bringen wird.
ATS-Schlüsselwörter für diese Rolle
Bewerbermanagementsysteme gleichen Ihren Lebenslauf mit der Stellenanzeige ab. Die folgenden Begriffe tauchen bei dieser Rolle am häufigsten auf. Nutzen Sie die, die bei Ihnen wirklich zutreffen, und zwar in dem Satz, in dem Sie die Arbeit tatsächlich gemacht haben, nicht als Stichwortliste am Seitenende.
- Adobe Creative Cloud Der Standardfilter in fast jeder Ausschreibung. Nennen Sie die Programme einzeln, denn InDesign und Illustrator werden getrennt gesucht.
- Reinzeichnung / Druckvorstufe Trennt Gestaltung von Produktion. Wer druckfertige Daten liefern kann, spart der Agentur eine Schnittstelle, und das wird gezielt gesucht.
- Corporate Design / Styleguide Zeigt, dass Sie ein System gepflegt haben und nicht nur Einzelstücke gestalten. Ein deutliches Senioritätssignal.
- Figma Inzwischen auch bei Print-nahen Stellen verlangt, weil Teams gemeinsam an Digitalformaten arbeiten. Noch nicht in jeder Bewerbung zu finden.
- Social-Media-Grafiken Ein eigener Bereich mit eigenen Formatanforderungen. Wer beides bedient, Print und Social, sollte das ausdrücklich schreiben.
Level und Verantwortungsbereich
Nach sechs Jahren wird nicht mehr die Ausbildung gelesen, sondern der Umfang der Verantwortung. Praktische Merkmale sind: eigenständige Kundenkommunikation, Freigabeverantwortung für Druckdaten und die Fähigkeit, Gestaltungsentscheidungen gegenüber Marketing oder Geschäftsführung zu begründen.
Agentur und Inhouse sind zwei unterschiedliche Profile. Agentur bedeutet viele Kunden und kurze Zyklen, Inhouse bedeutet eine Marke und Tiefe. Wenn Sie beides gemacht haben, schreiben Sie es getrennt, denn Ausschreibungen suchen meist gezielt das eine.
Vollständiger Text dieses Lebenslaufs: Mediengestalterin Digital & Print
Nachfolgend finden Sie den vollständigen Inhalt des Musters als lesbaren Text. So können Sie die Formulierungen übernehmen und jeden Abschnitt an Ihre eigene Erfahrung anpassen.
ZUSAMMENFASSUNG
Mediengestalterin mit 6 Jahren Erfahrung in Agentur und Inhouse-Marketing. Sicher in der Adobe Creative Cloud, von Corporate Design und Printproduktion bis zu Social-Media-Assets und Web-Grafiken. Stark in der markenkonformen Umsetzung unter engen Deadlines.
ERFAHRUNG
Mediengestalterin, Schwaben Markenwerk GmbH
- Gestaltung von Kampagnenmaterial für 8 Bestandskunden (Print, Display Ads, Social Media).
- Relaunch von zwei Corporate Designs inklusive Styleguide und Vorlagenbibliothek.
- Aufbau eines Asset-Systems in Figma, das die Produktionszeit für Social-Grafiken um 40 % senkte.
Junior Mediengestalterin, Druckhaus Neckartal
- Druckvorstufe und Reinzeichnung für Kataloge, Broschüren und Verpackungen.
- Qualitätskontrolle der Druckdaten und Abstimmung mit Druckereien, Reklamationsquote nahe null.
BILDUNG
Johannes-Gutenberg-Schule Stuttgart
FÄHIGKEITEN
SPRACHEN
Häufige Fehler in dieser Art von Lebenslauf
- Die Bewerbung mit einer Softwareliste beginnen. Besser so: Zwei Sätze darüber, welche Art von Arbeiten Sie verantworten und für welche Art von Kunden. Die Programme kommen danach.
- Kenntnisse mit Balken oder Prozentangaben bewerten. Besser so: Weglassen. Für den Lesenden bedeuten sie nichts, und viele Bewerbermanagementsysteme verlieren sie beim Auslesen vollständig.
- Tätigkeiten aufzählen: Gestaltung von Broschüren und Anzeigen. Besser so: Nennen Sie Umfang und Ergebnis: eine 64-seitige Broschüre in vier Sprachen, ein Relaunch, der auf alle Filialen ausgerollt wurde.
- Kein Portfolio verlinken oder ein veraltetes. Besser so: Der Link gehört in die Kopfzeile und muss aktuell sein. In diesem Beruf wird das Portfolio genauer gelesen als der Lebenslauf.
Häufig gestellte Fragen
Wie lang sollte der Lebenslauf sein?
Eine bis zwei Seiten. Bei sechs Jahren ist eine gut gefüllte Seite üblich; zwei sind in Ordnung, wenn die zweite echte Stationen und keine Auffüllung enthält.
Brauche ich ein Portfolio zusätzlich?
Ja, und es entscheidet mehr als der Lebenslauf. Der Lebenslauf bringt Sie zum Portfolio, halten Sie ihn deshalb knapp.
Gehört ein Foto in die Bewerbung?
In Deutschland wird ein Foto nach wie vor erwartet und ist unproblematisch. Bei Bewerbungen in den USA oder Großbritannien lassen Sie es weg.
Wie gehe ich mit einer Elternzeit oder Lücke um?
Als eigene Zeile mit Zeitraum benennen. Eine erklärte Lücke ist unauffällig, eine unerklärte fällt beim Datumsvergleich sofort auf.
Soll ich die Ausbildung noch aufführen?
Ja, aber kurz und unter der Berufserfahrung. Die Ausbildung zur Mediengestalterin ist relevant, sie ist aber nach sechs Jahren nicht mehr das Hauptargument.